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TS schaltet nicht in der Overdrive
#1
Hallo Trans Sportis,
ich hätte die Möglichkeit einen 95er TS zu kaufen der schaltet aber nicht mer in den Overdrive,mit welchen Werkstattkosten hätte ich ungefähr zu rechnen?
Es ist ein 95er US Model mit 3,8er Motor.
Vielen Dank im voraus für eure hilfreichen Antworten,
lG Olaf.
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#2
im günstigstem Fall 2 Euro für einen Meter Unterdruckschlauch, etwas teurer wäre ein Drosselklappenpositionssensor und Härtefall wäre ein zu reparierendes Getriebe bzw ein Austausch

Hilfreich oder für mich Bedingung, wenn ein solches Auto mit diesem angesagtem Problem zum Kauf ansteht, wäre eine Diagnose mit Probefahrt. Alles andere wäre reines Risiko. Vielleicht hat auch der Verkäufer ein paar Error-Codes für dich.

Mit einer Getriebereparatur bist du wohl privat oder in Holland am besten bedient. Ich glaub nicht, das das in Deutschland jemand anfäßt, Kosten bei deutschen Preisen wohl kaum unter 2000,00 Euro.
Billiger wäre da schon, sich ein Ersatzgetriebe zu besorgen, gehört aber auch Vertrauen dazu
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#3
Morgen,

hast du bei einer Probefahrt überprüft, was da angeblich nicht stimmt?
Das würde ich mal machen.
Auch ohne Diagnose kannst du an Hand von Fahrgeschwindigkeit und Motordrehzahl erkennen, ob alle Fahrstufen vorschriftsmäßig geschaltet werden.

Wenn der Motor Betriebstemperatur hat, dann sollten - möglichst im Tempomatbetrieb auf gerader, ebener Strecke - bei 60 km/h 1500 U/min anliegen.
Ebenso bei 90 km/h.
Im ersten Fall liegt der 3. Gang samt Wandelerüberbrückunng und im zweiten Fall schon der 4. Gang samt Wandlerüberbrückung an.

Bei 120 km/h dreht der Motor - vorausgesetzt es ist alles in Ordnung - etwas 2000 U/min.

Stellst du fest, dass auch der Tempomat nicht funktioniert, ist ein defekter Drosselkleppenpositionsgeber zu vermuten.
In diesem Fall, versuche die beschriebenen Fahrsituationen allein mit dem Gaspedal zu erreichen und die jeweiligen Geschwindigkeiten zu konstant zu halten.

Ein defektes Getriebe schließe ich erstmal aus.

Lass dann hören, was du erfahren hast.

Gruß

Thomas
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#4
Moin,

fairer Weise sollte man aber auch die andere, nicht ganz unwahrscheinliche Option prüfen:

Das 4T60E schaltet in den Overdrive indem es verschiedene Ölkanäle umleitet und Öldruck auf den Wandler bringt, in dem dann mittels diesem Öldruck dir Rückseite der Turbine an das Wandlergehäuse gedrückt wird. Kling kompliziert, funktioniert aber wie eine normale Kupplung. Letztlich wird so ein starrer Durchtrieb erzeugt = die Drehzahl fällt.

Das Problem sitzt jedoch oft bei dem Ventil, dass diese Ölkanäle umschaltet. Es sitzt in der Ventilplatte des Getriebes und wird über ein Solenoid aktiviert, bzw. herein gedrückt.

Jetzt kommen wir zum Fehler (Diagnosecode P0740):
  • scheinbar ist bei manchen Modellen das Material der Ventilplatte zu "weich"
  • mit der Zeit verschleißt also der Kanal, in dem das Ventil gleitet
  • jetzt hat man zu viel Spiel - damit also Leckströme = Der Öldruck baut sich also schon hier teilweise ab.
  • Das geht eine Zeit lang gut - aber irgendwann fährt man sozusagen mit "schleifender Kupplung".
Das Steuergerät merkt jetzt "Ich habe den Overdrive eingelegt und fahre soundsoviel km/h - nach meinen Berechnungen sollte nun der Drehzahlunterschied zwischen Motor und Getriebe fast Null* sein" - "Hey, Moment - da ist viel mehr Schlupf?! Da ist irgendwas nicht in Ordnung - also schalte ich sicherheitshalber mal den Overdrive** ab".


*normal ist mit eingelegtem Overdrive in der normalen Konfiguration ein Schlupf zwischen 0 und ca. 16 u/min. Ganz auf Null kommt man aber eher nicht. Die Anzeige "TC Slip = 255 rpm" ist nur die Maximumanzeige, er kann mehr Schlupf haben, diesen aber nicht mehr messen bzw. darstellen in der Diagnose.

**bei manchen Modellen wird bei dieser Schutzschaltung auch der 4. Gang deaktiviert, was natürlich dann doppelt lästig ist, weil die Drehzahl dann erneut viel höher liegt und der Verbrauch weiter steigt.


Um letztlich sicher zu sein: Diagnose anstecken und Getriebe im Betrieb beobachten bzw. vielleicht ist auch der Fehlercode abgespeichert (was nicht immer bedeutet, dass auch die Motorkontrolle leuchten muss!).

Beste Grüße
FLATDOWN
[Bild: flatdown-banner.png]
“Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.”
(Pythagoras, antiker griechischer Philosoph, ca. 570 v.Chr. – 510 v.Chr.)
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#5
... na das nenne ich mal `ne "saubere" Erläuterung ... Hoch
* aktuell Citroen C4 Grand Picasso 2.0 BlueHDI Exclusive Vollausstattung
* mit AHK / 150PS / 32000km / getauft Gaston
* Chevrolet TransSport 3,4-er Bj. 2001 mit LPG Prins / Ließchen II
* 132 000 km - 164 000 km / 235-er / Leder / AHK / verkauft "+/- 0"


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#6
ändert an meiner Kurzfassung und den genannten Zahlen aber auch nichts. Ein Getriebe mit P0740 kannst du in Deutschland nur mit kosten zwischen 2000 - 4000 Euro reparieren lassen, wenn du es nicht über private Kanäle macht. Das ein neu gekauftes Auto dafür mindestens 4 Wochen in der Werkstatt stehen muß, macht die Sache nicht billiger. Es gibt zwar diverse Angebote bei Ebääh in Konsorten um die 1000 Euro, da ist aber keine Reparatur der Ventilplatte dabei. Das ist eine Reinigung, im Idealfall neue Kupplungen und hunderte O-Ringe.
Kurzzeitig könnte der Wechsel des von Martin genannten Ventils oder aller 4 Abhilfe verschaffen, ist aber eher Kann und nicht Muß und definitiv nicht langfristig.

Ein Getriebekauf käme für mich nur in Frage, wenn er von einer mir vertrauten Person käme, aber selbst dann muß man eine Rechnung aufmachen. Kaufpreis des Autos plus Kosten des Getriebes plus Werkstattkosten plus... plus...
Die einfache Frage: möchte ich das für ein Auto ausgeben, das 21 Jahre alt ist und mich die nächsten 5 Jahre ohne Störung von TÜV zu TÜV bringt, noch dazu ein 95er, der eh bekannt für die Rostanfälligkeit ist.
Ich kann vieles selber machen, das reduziert die Kosten. Wenn aber ausdrücklich nach Werkstatt gefragt wird, kann man schon annehmen, das Möglichkeiten der einen oder anderen Art nicht vorhanden sind und sei es nur der Schrauberplatz. Bei mir zu Hause stell ich den ihn die Ecke, schraub dran und fahr mit dem nächsten. Geht bei einem Laternenplatz nicht. usw.

Beim Unterdruckschlauch sind die 40cm zur Dose am Getriebe gemeint, hinterm Drosselklappengehäuse ist ein kleines Rohr, das vom Verteiler kommt. Über dieses Rohl wird dem Getriebe die Motordrehzahl mitgegeben, die dann die Schaltpunkte beeinflußt, so das man nur in bestimmten Bereichen der Drehzahl schalten kann. Stimmt der Unterdruck nicht, schaltet er viel später in den Overdrive, aber auch in allen anderen Gängen unter Doppel-D. Merkt man im normalem Betrieb aber nur beim Overdrive, in den anderen Gängen schaltet er ja, nur halt 200 Umdrehungen später, in der Regel wartet man ja drauf beim Beschleunigen und ist mit dem Gas eh schon höher und wartet nicht auf den Schaltpunkt. Die unterdruckanlage neu bestückt macht grob 1.50 Meter, gut 4 Euro, den Schlauch, der im Kabelbaum in die Fahrgastzelle geht, nicht mitgerechnet.
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#7
... 95er, US, Overdrive wech ?
ohne ihn gesehen zu haben, sage ich: definitiv ein P0740 mit dem von Martin bestens beschriebenem Problem.
Ich kann nur folgendes noch hinzufügen:
die US-Modelle aus 95 hatten alle die Getriebe-Kennung KUW, die sich mit obigem Problem ab 140tkm meldeten
bei den EU-Modellen aus 95 kam das PMW zum Einsatz, Laufleistungen von 300tkm und mehr sind ohne Probleme möglich.
Verwendet man ein PMW im US-Modell (habe ich bei meinen gemacht) muss man wissen, dass der Schlupf mit eingelegtem Wandler etwa 60 bis 70 beträgt.
Grund dafür sind die 30 Zähnchen gegenüber 31 beim KUW.
Das Steuergerät hat damit kein Problem, solange der Schlupf nicht länger als 10sec bei 255 liegt --> P0740

Was tun ? am Besten ein PMW suchen und tauschen.
Oder: Ventilplatte ausbauen, oversized Ventil und Reibahle besorgen und selbst oder beim Metallbauer deines Vertrauens machen lassen
TS-Besitzer seit Mai'93 - jemand länger dabei ?
Generell ein feines Schiffchen, will aber häufiger auch gestreichelt werden
1995er Canada-Modell 3.8L, weiß, LPG, 530tkm
1995er Canada-Modell 3.8L, rot, LPG, on the road











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#8
Moin,

hatte neulich schon geantwortet - durch Browsercrash war das dann aber weg und ich hatte keinen Bock mehr.

Kernaussage war: Das Problem kann man recht günstig lösen - wenn man selber dran geht! Man braucht das besagte Ventil (TCC Apply Valve) im Übermaß (gibt es von Sonnax) und lässt sich dann die Ventilplatte aufbohren - in einem Betrieb der mit Präzision Motoren überholt, die haben das nötige Werkzeug und Know-how. Das kann man selber nicht machen. Den Rest schon.

ABER: Nur wenn man diszipliniert, sauber und konzentriert in Ruhe arbeiten kann. Nur-mal-eben-so-Hobbyschrauber in der Hofeinfahrt lassen da dann besser die Finger weg! Man sollte schon wissen was man tut und sich vorher entsprechend informieren. Dann bleibt die Sache recht günstig, denke im sehr niedrigen 3stelligen Bereich. Das Ventil kostet so um 35 EUR, dazu ein paar Kröten an den Motorenbauer, Preise für Dichtungen & Öl bitte ggf. selber raussuchen.

Beste Grüße
Flatdown

PS: Aber Uwe hat recht - in einer Werkstatt kann sowas echt viel kosten, gerade wenn eine komplette Überholung ins Haus steht (die aber oft gar nicht nötig ist, weil wirklich nur dieses Ventil ausgeschlagen ist).
[Bild: flatdown-banner.png]
“Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.”
(Pythagoras, antiker griechischer Philosoph, ca. 570 v.Chr. – 510 v.Chr.)
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#9
Vielen Dank für eure fachmännischen Antworten,ich werd den Ponty dann wohl doch nicht kaufen und einfach abwarten bis sich was besseres findet
lG OLaf
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