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Kopfdichtung
#1
Hallo zusammen
 
bräuchte mal eure Hilfe, mein Chevy läuft seit heute morgen nur noch auf 4-5 Zylinder und drückt nach kurzer Fahrt ca.5 Km, das Kühlwasser in den Ausgleichsbehälter, die Temperatur geht recht flott hoch, und im Stand beim Gas geben qualmt er ziemlich stark (weiß) soweit ich das heute morgen um 5:00 Uhr sehen konnte, der Kühler war leer der Ausgleichsbehälter voll. aber kein Wasser im Öl zumindest sieht man nichts am Peilstab oder am Einfüllstutzen, könnte es an der Ansaugspinnen Dichtung oder eher die  Zylinderkopfdichtung sein, oder eventuell was anderes
Bin für jede Hilfe Dankbar

Gruß, Martin
Chevy TS 3,4, Bj.1999 mit LPG KME Nevo
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#2
Ich bin da eher bei der Kopfdichtung, die Ansaugspinnendichtung würde wohl Spuren nach draußen hinterlassen. Eine Kompressionsmessung sollte hier Aufschluß geben.
Gruß Uwe
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Wer nach vorne sehen will, darf nicht nach hinten denken.

Hab dich lieb, Maus! Mit Dir ist Fallen leichter.
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#3
Noch ein paar Zusatzinfos.... in aller Regel drückt eine defekte Ansaugspinnendichtung vorallem nach außen und hinterläßt typische Sympthome wie süßlicher Geruch (nach heißem Frostschutzmittel), nahezu weiße Kalkablagerungen rund um die Austrittsstellen des Kühlwassers, oft mit aufsteigendem Qualm / Wasserdampf, den man im Dunkeln und idealerweise im Kalten besser sieht, wenn man den Motor mit einer Taschenlampe ableuchtet. Es gäbe auch fluoreszierende Zusätze fürs Kühlwasser (um die 30 Euro / Flasche), die in Verbindung mit einer UV-Lampe oder einer guten App fürs Smartphone im Falle einer Undichtheit ein buntes Spektakel bieten.
An der Spinnendichtung gibt es nur zwei Wege, entweder nach außen oder nach innen in den Ansaug. In beiden Fällen sorgt aber der Wasserverlust zu ausbleibender Kühlung des Zylinderkopfes, meist und zuerst im Bereich der rechten, hinteren Zylinder, was wiederum sehr oft in einem Kopfdichtungsschaden mündet, die Kopfdichtung wird dann einfach zu heiß und zerbröselt.
Im normalen Fahrbetrieb merkt man eine kleine Wasserleckage mit Einsprizung in die Verbrennung eines einzelnen Zylinders eigentlich nicht, auch läßt sich der TS bequem mit 4 Zylindern fahren, solang die ausgefallenen Zylinder keine Unwucht erzeugen. Zwei Zylinder nebeneinander weg - da schüttelt sich das Auto kräftig. Hat man zwei mit dem gleichen Totpunkt, merkt man es nur am Leistungsverlust.

Ein Wasserverlust im Bereich der Ansaugspinne mit Einspritzung in den Ansaugtrakt würde in jedem Falle alle 6 Zylinder betreffen und keinesfalls nur einen Einzelnen, von daher bin ich eher bei der Kopfdichtung
Gruß Uwe
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#4
Hallo Uwe

Erstmal vielen Dank für deine ausführliche Info, habe es schon befürchtet das es die Kopfdichtung ist, habe sie vor c. 4 Jahren schon mal gewechselt, (Fel-pro) inkl. Wasserpumpe Thermostat etc. allerdings hatte ich da den Schmadder im Öl, daher dachte ich es könnte diesmal vielleicht nur die ansaugspinne sein, oder eventuell was anderes sein

Hast du vielleicht noch eine Empfehlung welcher Satz ich bei Rockauto am besten nehme
Da sie verschieden im Programm haben,  Mahle, SKP, oder wieder Fel-pro

Vielen Dank

Gruß,Martin
Chevy TS 3,4, Bj.1999 mit LPG KME Nevo
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#5
Eine Empfehlung kann ich keine geben, ist nicht mein Autotyp ;-) Mahle oder FelPro sind aber schon Namen, die mich interessieren würden.
Aber zu diesem Thema gibt es schon einige Threads hier

Zum Schmadder im Öl... das gibt es nur, wenn das Wasser auch ins Öl gelangt, z.b. weil in der Kopfdichtung ein Wasser- und Ölkanal verbunden sind-
Das die ZKD "nur" vier Jahre hielt, kann verschiedene Ursachen haben. In den meisten Fällen ist es eben zu geringe Kühlung durch Wasserverlust oder einer Luftblase im System, dafür ist der 3,4 mit Original-Kühlsystem etwas anfällig, weil ungünstig gebaut und nicht unbedingt selbstentlüftend. Montagefehler lassen sich aber auch nicht ausschließen, machen sich aber meist früher bemerkbar. Im Handbuch des Schwiegersohns gab es z.b. einen Übersetzungsfehler, so das die letzten 90° beim Anziehen der ZKD-Schrauben weggefallen sind. Da hielt dann die Kopfdichtung nur ein paar Wochen. Bereits benutzte Kopfschrauben wären auch ein Punkt. Ist man einmal über den Punkt hinaus, lassen sich die Schrauben meist 1-2 mm ziehen, bevor sie reißen, was aber bedeutet, das der Kopf nicht fest genug wird.
Es gäbe auch noch andere Sachen, die in Frage kämen, ein Kopf, der nicht ganz plan oder nicht ganz sauber war. Ventile, die nicht richtig schließen oder Einspritzdüsen, die zuviel raus hauen, erhöhen die Verbrennungstemperatur usw.
Aber alles Spekulationen. Wie gesagt, eine Kompressionsmessung sollte im Falle eines ZKD-Schadens mindestens an einem Zylinder einen mehr oder weniger stark abweichenden Druck ergeben
Gruß Uwe
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