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Startet nur sporadisch: Anlasser dreht, Riemen nicht + Stottern / Drehzahl springt
#1
Hallo TS Elite,
Ich habe ja vor 2 Jahren im Tiefsten Winter meine Zylinderkopfdichtung gemacht. Daher entschied ich mich nachdem ich auf einer längeren Tour den 4en Gang eingebüsst hatte das Getriebe von einer "Fachwerkstatt" überholen zu lassen.

Das Getriebe wurde überholt, das Auto fuhr danach aber nicht korrekt. Immer wieder stottern, Drehzahlnadel hüpft geradezu, motor sprotzt so vor sich hin. Bei höheren Drehzahlen geht es besser.. aber nicht zuverlässig. Zu diesem Zeitpunkt hatte das auto ausserdem keinen Leerlauf.

Also zurück in die Werkstatt.

Anssaugkrümmerdichtung hatte wohl einen Schaden. Gut, ich bin ja kein Profi, kann meine Schuld gewesen sein. Mysteriös dennoch - das Auto ist 40tkm mit meiner neuen ZKD (+intakte manifold gasket etc.) gefahren.
Dichtung wurde getauscht...
Das Auto fuhr leider immernoch nicht.
Schaltet Ruckhaft, wenn dem so ist gesellt sich ausserdem ein "pfeiffen" zur Drehzahl.. klingt wie ein unsynchronisierter Rückwärtsgang. 
Zurück in die Werkstatt!!
Auf meiner Rechnung steht ein neuer TPS Sensor, der ist aber nicht neu. Angeblich wurde weitere 2 mal ein generalüberholtes Getriebe von Rockauto eingebaut. Das hat insgesamt fast 8 Monate gedauert.

Daraufhin fuhr das Auto 3 Tage! Yay! - Das Getriebe hat die Gänge immernoch sporadisch "reingeknallt" + surren, der Motor lief aber wieder top. Daher entschied ich mich für den (während des Werkstattaufenthalts abgelaufenen) TÜV ein paar teile bei Rockauto zu bestellen. Unter anderem Neue Lichter vorne, Stoßdämpfer hinten und einen neuen serpetine belt + spanner / leerlaufrolle. Der Alte hat halt durch die 8 Monatige Standzeit gequietscht ohne Ende.

Während ich also auf meine Expressteile warte, fängt das Drehzahl problem wieder an.
Im Fehlerspeicher waren folgende Fehler gespeichert:
P0122 TPS Sensor
P0446 EVAP Selenoid
P0730 Getriebeübersetzung Falsch

ich habe fast alle Stecker an Motor und Getriebe überprüft. Bei vielen wo die Kabel "verdächtig" aussahen die Pigtails neu gemacht, Also Stecker vorsichtig auf, neues Kabel an den Schuh gelötet und nochmals überprüft / Kontakte gesäubert.
P0122 TPS taucht nun auch nach mehreren Kilometern nicht mehr auf. Via OBD App habe ich mir mal Graphen angeschaut, die Kurven sind super glatt, keine Sprünge.. der TPS Sensor scheint also in Ordnung zu sein. 
Auch der Unterdruck sieht auf den Graphen plausibel aus.. ich hatte gehofft hier ein Leck oder ähnliches auszumachen. Ansaugkrümmer Druck und Luftmenge (Luftmengenmesser ist auch neu) zeigen auch Werte die in Korrelation zur Drehzhal Sinn ergeben. (meiner Meinung nach)
Der P0730 ist nicht wieder aufgetaucht.
Der P0446 EVAP Fehler ist für den moment auch bei laufendem Motor nicht wieder aufgetaucht gefahren bin ich noch nicht wieder.
Ich habe das Kraftstoffentlüftungsventil abmontiert, und mal mit dem Mund durchgeblasen. Ich kann einen Unterschied zwischen Zündung an und aus feststellen. Das Ventil scheint also auch zu/auf zu machen. Könnte dennoch von hier das Drehzahlproblem kommen?

Nun zum nicht mehr anspringen:
Während der versuche in der Elektrik einen Fehler auszumachen fing das Startproblem an.
ich hatte erst den Anlasser unter verdacht, habe ihn ausgebaut und getestet. Das Zahnrädchen fährt wunderbar raus. Habe es dennoch zum Anlass genommen und das Ding sauber gemacht. Wieder rein mit dem Anlasser und mal starten lassen während ich von unten beobachtet habe.
Das große Zahnrad auf dass das Anlasserrädchen springt dreht sich wunderbar und gleichmässig. Wenn man von oben schaut, dreht sich der Riemen jedoch nicht. Riemen liegt definitiv richtig. Ich höre den Anlasser laufen.. manchmal zuckt/klackt es dann und der Motor springt unmittelbar an. Wenn der Anlasser einmal "durchdreht", kann ich die Zündung halten und das klacken/anspringen kommt nicht. Nur manchmal nach mehr (sehr mehr) maligen Neuversuchen.
Wenn ich den Riemen entspanne und mal einen Schlüssel auf das Kurbelwellenrad unten stecke kann ich kein Spiel feststellen.

Ich habe auch die Massekontakte nochmals gesäubert. Die Werkstatt beharrt auf einem "elektronik problem" habe dort aber noch niemanden erreicht seit das Auto nicht mehr anspringt. Die haben halt auch keinen Bock mehr auf die Karre.
Nichtdestotrotz kommt mir die Geschichte mit den 2 defekten Getrieben von Rockauto sehr komisch vor. 

Habt ihr Ideen für meine 2 Probleme? Das Auto schaut mit den neuen Lampen jetzt wieder sooooo schick aus... wir wollen auch garnichts anderes!

Drehzahl: Steuergerät? 
Anspringen: Neutral Position Safety Switch?

Hilfe!
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#2
Da hast ja eine Odyssee hinter dir, für mich klingt das sehr nach Masse bzw Pluskontaktfehler, zumindest was den Starter betrifft, ich würde mal alle Masse- und Pluskontaktstellen reinigen, sprich Batterie,Plushilfspol (wenn der 3,4er so was noch hat), am Starter sowie Masse am Motor und Karosserie
schnezi
[Bild: 16083226cl.jpg]
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#3
Bitte klär mal auf: der Anlasser dreht, der Riemen jedoch nicht?
Der Anlasser geht auf den Starterkranz, der wiederum ist auf einer Blechscheibe aufgeschrupft, die mit 6 gesicherten Schrauben direkt auf der Kurbelwelle sitzt. Auf der anderen Seite des Motors sitzt der Harmonic Balancer mit der aufvulkanisierten Riemenscheibe. Der Balancer ist eigentlich auch immer so gebaut, das ein glattes Durchdrehen (also Innenteil dreht, Riemenscheibe nicht) nicht möglich ist. Im schlimmsten Fall dreht sich bei stillstehender Kurbelwelle die Riemenscheibe um ca. 30-40° und bekommt dann Anschlag. Kann aber sein, das die Balancer des 3,4er anders gebaut sind
Hier mal ein Bild von Rockauto, mit dieser Bauform wäre das Durchdrehen absolut möglich, die 3 Speichen drehen sich, die Riemenscheibe draußen bleibt stehen - check das mal bitte
[Bild: d85ad555bf3aeaa2af33ca1c13532806.png]

Wernn der Motor anspringt, heißt das, die Kurbelwelle hat sich gedreht, das müßte für dich auch vom rechten Radkasten aus sichtbar sein (die große Schraube auf der Kurbelwelle). Wenn sich dann die Riemenscheibe nicht dreht, ist der Balancer dahin (Vulkanisierung gerissen). Am Balancer innen sind die sog. Kronenringe, diese legen die Fenster für die Zündung fest, die dann vom Kurbelwellensensor ans Steuergerät übermittelt werden. Ein defekter Balancer wäre also auf jeden Fall ein möglicher Punkt fürs Nicht-Anspringen. Sollte er gerissen sein, bestelle zur Sicherheit auch gleich einen Kurbelwellensensor mit.
Meiner ist vor zwei, drei Monaten gerissen, hat aber eine Verdrehsicherung, das bedeutet in meinem Fall eine Zündzeitpunktverstellung , Anspringen per Zufall.... Zum Prüfen nimm mal den Riemen herunter und versuch den Balancer, also die Riemenscheibe, die beifahrerseitig auf der Kurbelwelle sitzt, die unterste Riemenscheibe) von Hand zu drehen, also kein Werkzeug auf der Schraube, sondern richtig von Hand drum herum fassen wie ein Lenkrad und mit und gegen die Uhr krackeln. Achte dabei auf die Gummiverbindung zwischen Innen- und Außenteil der Riemenscheibe. Eine intakte Scheibe bewegst du keinen Millimeter. Schaffst du es mit der Hand nicht, zeichne eine Querlinie von der inneren Schraube nach außen (Silberstift, Edding, ein Aufkleber etc), dann starte mit dem Anlasser 2-3 mal kurz, die Linie darf nicht verschoben sein. Man kann auch den Riemen von allen Rollen nehmen und an diesem selbst die Scheibe gegen oder in Uhrzeigerrichtung ziehen, bewegt sich dann aber auch nur, wenn die Vulkanisierung schon gerissen ist. Die Fälle, das sich durch den gerissenen Gummi der Zündzeitpunkt nach hinten verschiebt bis hin zum Nichtanspringen, hatten wir am 3.4er schon einige Male.

den Neutral Positionsschalter würde ich ausschließen, der läßt (wenn sich das am 3,4er nicht geändert hat), ein Starten garnicht erst zu, da dreht sich auch kein Anlasser.
Ein möglicher Punkt wäre aber noch der Getriebewahlschalter oder auch PRND12-Schalter, der auf dem Getriebe sitzt. Drei Kollegen, die ihr Getriebe schon aufgegeben hatten, hab ich mit einer Neueinstellung schon "gerettet". Das äußert sich dann aber meist mit Schaltproblemen, Gänge, die nicht da sind, kein R oder 1

Zum Getriebe von Rockauto... es sollte zwar nicht passieren, kommt aber immer wieder mal vor. Bei mir waren es bisher nur Kleinteile, das größte waren Stoßdämpfer. Einer von Zweien war defekt, Rockauto schickt ein neues Paar, wieder einer okay, einer defekt.
Ich meine mich zu erinnern, das es fronrath (Carsten) ähnlich ging wie dir und ein neues Getriebe reklamiert werden mußte. Ich weiß nicht, ob die immernoch produziert werden oder in einem Lager jetzt 15 Jahre gewartet haben, aber schon wegen der enormen Versandkosten kannst du annehmen, das Rockauto hier der größte Verlierer ist. Die Geschichte deiner Werkstatt sollte für dich aber nachprüfbar sein.
Gruß Uwe
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#4
Hätte das jetzt so interpretiert dass sich zwar der Starter dreht aber nicht eingreift was an schlechten Kontakt zum Magnetschalter oder defekten Magnetschalter liegen würde, sollte der Motor dabei wirklich durchdrehen, die Riemenscheibe aber stehen wäre natürlich eine defekte Riemenscheibe ohne Mitnehmer oder im schlimmsten Fall eine gebrochene Kurbelwelle eine Möglichkeit, bei beiden Varianten dürfte der Motor aber dann eigentlich so zwischendurch nicht mal wieder anspringen.
Dass die Werkstatt die Schwungscheibe beim Getriebetausch herunten gehabt hat und schlecht angeschraubt hat wurde ich jetzt doch ausschließen, hab zwar noch keinen 3,4er zerlegt gesehen aber ich denke da würde das Schwungrad lose im Grtiebegehäuse rumhängen
schnezi
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#5
Ja, richtig, zum Abbauen des Starterkranzes besteht kein Anlass. Ich wollte nur die Verbindung vom Anlasser hin zum Riemen aufzeigen. Beim Anlasser bin ich ganz bei dir, wenn das so gemeint war, ist das der erste Punkt, den man klären sollte.
Gruß Uwe
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#6
War nur ein Gedankengang und als Hinweis an den Themenstarter gedacht sich im Fall dass der Starter wirklich eingreift wie von dir empfohlen zuerst mal auf den Ballancer zu konzentrieren, von gebrochenen Kurbelwellen hätte ich eigentlich beim 3,4er noch nichts gehört zum Unterschied von gebrochenen Nockenwellen oder ausgerissenen Nockenwellen lagern
schnezi
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#7
Eine Nuss mit Farbmarkierungen auf die Ballancerschraube geklemmt sollte eigentlich bei einem Startversuch Klarheit geben ob sich die Kurbelwelle mit dreht oder nicht
schnezi
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#8
Hallo, danke für eure vielen Beiträge.
Ich war zum Zeitpunkt der Posterstellung etwas fertig und genervt. In der Zwischenzeit ergab sich die Möglichkeit sich einiges nochmals genauer anzusehen.. und das beste: zwischendurch war es auch wieder etwas Heller Grins

Das Starterproblem war am Ende dann tatsächlich viel einfacher als gedacht. Der Magnetschalter hat beim Testen zwar das Butterflywheel ganz "rausgeworfen" hält diese Position aber nicht. Im Dunkeln hatte ich mit Taschenlampe den Zahnkranz beobachtet und gesehen das er sich dreht. Aber halt nur ganz kurz, das war mir entgangen.
Ich habe aus Kleinanzeigen einen "neuen" alten Anlasser eingebaut und er startet wieder wie gehabt. Yay!

Den Balancer werde ich nichtsdestotrotz tauschen. Meine aktuellen verdächtigen wegen des "sprotzelns" bzw. dem Drehzahlhüpfen / Beschleunigungsproblem sind Kurbel- und Nockenwellensensor. Dafür muss der Balancer ja eh raus. 

Sollte das Auto das "grob" wieder fahren, kann ich hoffentlich weiter untersuchen woran das reinknallen der Gänge + sirrendes Geräusch kommt.
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#9
Der Kurbelwellensensor geht oder geht nicht, ein "dazwischen" gibt es nicht. Wenn das Auto anspringt, ist der auch in Ordnung. Der Nockenwellensensor käme da schon eher in Betracht, sollte aber einen Fehler werfen, also die Motorkontrolllampe geht an.
Gruß Uwe
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#10
Ein Nachtrag: Carsten schrieb mir per PN, das es wohl durchaus Aussetzer beim KW-Sensor geben kann, es sind Fälle bekannt, wo die Sensoren ab 80°C komplett tot waren, darunter aber wieder funktionierten. War mir neu, kannte ich bisher nur von den anderen Sensoren, u.a. eben auch dem Nockenwellensensor
Gruß Uwe
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#11
Durchaus auch möglich dass die Behebung des schlechten Motorlaufes auch das Getriebe "repariert", beim 3,4er sind die Steuergeräte ja noch mehr miteinander vernetzt als am 3,8er und sich damit auch mehr gegenseitig beeinflussen.
Ein schlechter Kontakt an einem Einspritzventil an meinem Kia hatte zur Folge dass die Gänge bis zum Anschlag ausgedreht wurden und recht harte Gangwechsel erfolgten
schnezi
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#12
(Gestern, 01:40)jacobi22 schrieb: Ein Nachtrag: Carsten schrieb mir per PN, das es wohl durchaus Aussetzer beim KW-Sensor geben kann, es sind Fälle bekannt, wo die Sensoren ab 80°C komplett tot waren, darunter aber wieder funktionierten. War mir neu, kannte ich bisher nur von den anderen Sensoren, u.a. eben auch dem Nockenwellensensor

Wenn ich so recht drüber nachdenke, fing zwischen den Werkstattbesuchen das stottern erst bei gut durchgewärmtem Motor an... 

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