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Zündkerzen wechseln?
#16
Linksbohrer gibt es in verschiedensten Größen. Hier gilt es immer, ein Mittel zu finden, das der Linksbohrer auf der einen Seite nicht zu klein ist, denn dann bricht der auch noch ab. Zu groß darf er aber auch nicht sein, denn Linksbohrer schneiden sich in das Material und pressen es dann, wenn der stehengebliebene Rand zu dünn ist, noch weiter auseinander.
Der Tip mit dem vorherigem Klopfen auf den abgebrochenen Rest bleibt aber bestehen. Die eigentliche Kerze hält nämlich nur am Konus oberhalb des Gewindes und in diesem Fall wohl auch an bereits verbogenen Gewindegängen. Wenn du so viel Glück hast wie ich, kannst du die Kerze nach dem Klopfen mit der Hand heraus drehen.

Du wirst nicht drum herum kommen, die Kerze aufzubohren, denn aktuell sollte da nur die ca 3mm große Bohrung für die Mittelelektrode vorhanden sein und die ist für einen Linksbohrer definitiv zu klein. Wenn du bohren mußt, dann in mehreren Stufen. Ohne jetzt nachzumessen, würde ich mal sagen, am Ende sollten es so ca 8-9mm sein. Metallspäne fallen da mit Sicherheit hinein, aber die bekommt man mit einem Magnet wieder heraus. Schlimmer sind Keramikteile. Da hilft dann nur absaugen. Sofern du selbst keine Möglichkeiten hast, nimm Herberts Angebot an. Ich hab mangels Laptop mit (bei mir) USB-Anschluß auch schon mal den PC+Monitor auf den Hof gehuckt. Der Vorteil: man sieht bedeutend mehr.

Und mal grundsätzlich, wenn auch zu spät: der Tod vieler Kerzen sind die Nüsse mit eingestecktem Gummi zum leichterem Entnehmen der ausgeschraubten Kerze. Du hast hier in axialer Richtung (also Kerze von der Elektrode bis zum Anschluß oben) keinerlei Spiel mehr für Wackler beim Schrauben. Deswegen, Gummieinsatz vorher rausdrücken, Kerze lösen, aber nicht ausdrehen, Gummieinsatz wieder rein, dann ganz ausdrehen und entnehmen.

Im WorstCase muß der Kopf runter, dann läßt er sich auch gezielt erwärmen
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#17
Moin Jungs,
war heute nochmals bei - mit dem Linksausdreher und einer Verlängerung. Es gab auf einmal ein knackendes Geräusch, gefolgt von einem quietschen.
Das Kerzengewinde hat sich vermutlich gelöst. Habe erst einmal die Spannung weggenommen und etwas Kriechöl verwendet.

Die Mittelelektrode wurde komplett geborgen, an der Keramik ist auch nichts abgeplatzt. Werde die Kerze, bezüglich dem Innendurchmesser einmal ausmessen, glaube der Innendurchmesser beträgt zwischen 6 mm und 8mm.
Wegen der Kamera, melde ich mich dann eventuell, aber schon mal danke für das Angebot!
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#18
Habe gerade einmal die Kerze gemessen. Außendurchmesser ist ja klar, 14 mm. Die Durchgangsbohrung, in der die Mittelelektrode saß, hat einen Durchmesser von 9 mm. Der Linksdreher greift in diese Bohrung.
Die Mittelelektrode hat keinerlei Abplattungen, das erkennt man genau, weil diese durchweg mit eine Art rostigem Staub überzogen ist.
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#19
mach ruhig noch mal eine kurze Bewegung in Richtung fest, das verteilt das Kriechöl besser

achso, wenn sich die Kolben erst bewegt haben, brauchst keine Kamera mehr, aber wenn die Kerze von unten ausschaut wie neu, kann ja auch nix abgefallen sein
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#20
wenn die Kerze raus ist , siehe zu das du das Kriechöl wieder gut mit Lappen und Bremsenreiniger rausbekommst. Sonst hast du das Problem das das Kriechoel im Gewinde verbrennt und du die neue Kerze später nicht mehr raus bekommst. Würde das neue Gewinde soft mit Kupferpaste einstreichen. Hoffe du hast Glück gehabt.Obwohl das Problem mit den festen trockenen Kerzen kenne ich nur von Turbomotoren, zB Nissan Skyline und Hellcats.
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#21
Hallo zusammen,
nach längerer Zeit mal eine kurze Rückmeldung, das Wetter war hier nicht so prickelnd.

Die Zündkerze ist draußen, musste die wirklich noch aufbohren.

Heute alles zusammengebaut und gestartet. Motor läuft kurz ruckelt und geht aus. Ratlos

Ich vermute, dass die Stecker nicht richtig sitzen, da ich den gesamten Deckel nur schlecht aufgesteckt bekam.


[Bild: 35701991pb.jpg]
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#22
Moin,
heute alles wieder ausgebaut, im Moment regnet es natürlich wieder.

3 Zündkerzenstecker haben nicht richtig gesessen, kann natürlich nicht anspringen. Das Problem ist, ich bekomme den Deckel, wenn die Zündkerzenstecker drauf sind, so nicht komplett montiert. Sprich die Zündkerzenstecker müssen ja zuerst in den Kerzenschacht, bevor sie die Zündkerzen erreichen.
Hätten die den Kerzenschacht mit einer Fase versehen, wäre das wohl ein Kinderspiel.
Man kommt da auch nicht im aufgesteckten Zustand ran, um gegebenenfalls die Stecker noch ein bisschen zu korrigieren.

Gibt es da irgendwie einen Trick, oder stelle ich mich einfach nur zu blöd an? Eventuell hat ja jemand eine Idee.
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#23
Moin
Habe immer alles am Deckel zusammen gebaut gehabt. Dann alles zusammen drauf gesteckt. Klappte immer.
Mfg Andreas
[Bild: keckysig.jpg]
3,8 V6 LPG, Innenausstattung Bordeauxrot
über 400.000km (erster Motor)(verkauft)
Ford Transit L3 Pritsche
Husqvarna 401 svartpilen 
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#24
Ja gut, da gibt es doch einen kleinen Trick, jedenfalls bei diesem Ponti. Die beiden Leitungen, welche direkt am Stecker des Deckels verlaufen Idee , musste ich lösen und etwas nach rechts biegen.
Bei der Demontage war das allerdings kein Problem.
Dann ging auch der Deckel ganz leicht in die Kerzenschächte .

Gut, Motor gestartet - ruckelt und läuft immer noch auf 3 ? Zylinder  Ratlos. Es roch auch sehr stark nach Benzin. Motor gleich wieder ausgemacht.

Kerzenstecker oder Zündspule?

Es sind ja nun 2 Zündspulen verbaut. Werden hier jeweils immer durch eine Zündspule, 2 Kerzen versorgt oder wie muss man sich das vorstellen.
Gruß
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#25
(09.05.2019, 16:41)pontilg schrieb: Es sind ja nun 2 Zündspulen verbaut. Werden hier jeweils immer durch eine Zündspule, 2 Kerzen versorgt oder wie muss man sich das vorstellen.
Gruß

Jupp, der 3.8er hat auch nur 3.

Die feuern einfach synchron. Sprich, immer 2 Kerzen gleichzeitig. Macht aber nix, weil in dem Moment immer nur einer der Zylinder in dem Takt ist, wo er mit Gemischt beladen ist und zünden kann. Zumindest wenn die Kabel richtig stecken (beim 3.er kann man das zumindest vertauschen).

Beste Grüße
FLATDOWN
[Bild: flatdown-banner.png]
“Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.”
(Pythagoras, antiker griechischer Philosoph, ca. 570 v.Chr. – 510 v.Chr.)
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#26
Die Zündspulen sind OK.

nachdem ich wieder alles demontiert hatte, wurde der Zylinderraum nochmals abgesaugt:  meine Vermutung war,  dass sich vom Bohren noch , irgendwelche Fettrückstände im Zylinder befinden. Der Motor hörte sich immer so an, als ob dieser noch auf 3 Töpfe läuft.

[Beim Aufbohren des Zylinderkopfes, habe ich die Bohrer immer in sehr zähem Schmierfett getaucht, um so die Späne beim Bohren aufzufangen.]

Nach dem Zusammenbau und dem ersten Motorstart, sprang der Motor gleich an, lief jedoch wieder unruhig.
So habe ich langsam die Drehzahl im Stand  erhöht ( Gas gegeben)  und der Motor lief.  Im Standgas, ging er dann wieder aus.

Die ganze Prozedur wiederholt.  Hohe Motordrehzahl und der Motor lief im Standgas durch. Offensichtlich sind hier die letzten Fettreste und Reste vom Kriechöl verbrannt.

Gestern habe ich nun Ölwechsel gemacht.  Der Motor springt gleich an, läuft völlig ruhig - kein rumpeln, kein klopfen.

Als die Motortemperatur hochging, habe ich bemerkt, dass wieder einmal der Kühlerlüfter nicht anspringt, die Kohlebürsten waren wieder fest.

Ansonsten geht er am WE wieder auf die Straße zurück.
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#27
Moin,
ich bin in der Zwischenzeit ca. 500 Km gefahren. Der Ponti läuft und läuft.
Gestern hatte ich jedoch ein neues Problem, der Ponti ruckelte beim hochschalten und stotterte. I.d.R. beim Hochschalten vom 2ten in den 3ten Gang.
Aber auch das Problem konnte wieder beseitigt werden.

http://www.pontiac-trans-sport.de/showth...p?tid=1038
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#28
Moin Jungs,
nochmals eine kurze Rückmeldung:
Einige 100 km später läuft der Ponti weiterhin problemlos. Zwischenzeitlich hat er auch wieder den TÜV bestanden. Die Abgaswerte und der Katalysator waren also OK.

[Bild: 37339293hz.jpg]


Besten Dank nochmals für die Unterstützung hier im Forum!
Allen eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten Rutscht!!!
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